amriswil.Info | 07.08.2026
Sicherheit Das Feuerwehrzentrum Amriswil wird zehn Jahre alt. Mit der «Nacht der offenen Tore» wird dieser Meilenstein gefeiert. Die Bevölkerung erhält dabei einen exklusiven Blick hinter die Kulissen und erlebt moderne Feuerwehrarbeit hautnah.
«Jeder Einsatz ist anders und bringt neue Herausforderungen mit sich», sagt Andreas Bösch, Kommandant der Feuerwehr Amriswil. In seinen zehn Jahren als Kommandant erlebte Andreas Bösch zahlreiche herausfordernde Situationen. Der Scheunenbrand in Oberaach blieb ihm dabei besonders in Erinnerung: «Der Brand brach am frühen Abend aus, direkt nach dem Einführungskurs der Neueintretenden. Der Einsatz dauerte bis Mitternacht, da erhielten wir bereits die Nachricht eines weiteren Grossbrands in Egnach.» Die Feuerwehr Amriswil unterstützte am nächsten Tag die Feuerwehren Egnach und Arbon. «Einige unserer Leute waren somit mehr als 24 Stunden am Stück im Einsatz», betont Bösch. «Ein eindrückliches Beispiel für den ausserordentlichen Einsatzwillen der Milizangehörigen.»
Ein Blick hinter die Kulissen
Um der Bevölkerung einen authentischen Einblick in den Alltag der Feuerwehr zu ermöglichen, öffnet as Depot in Amriswil am Freitag, 14. August, ab 16 Uhr ihre Tore. «Den Besucherinnen und Besuchern stehen sämtliche Bereiche unseres Feuerwehrzentrums offen», verrät der Kommandant. Von der Fahrzeughalle über die Einsatzzentrale bis zu den Ausbildungs- und Materialräumen steht das gesamte Feuerwehrzentrum offen. «Uns ist wichtig, dass die Feuerwehr nicht nur aus der Distanz wahrgenommen wird, sondern die Gäste alles hautnah erleben, ausprobieren und fragen können», betont Bösch. Die Gäste des Events «Nacht der offenen Tore» erhalten ebenfalls Einblicke in die modernen Technologien und Spezialgeräte, die aus dem Alltag der Feuerwehr nicht mehr wegzudenken sind. «Dazu gehören beispielweise eine Drohne für die Lageerkundung oder das Löschsystem Cobra», verrät der Kommandant.
Das Milizsystem lebt vom Engagement
«Das Milizsystem ist seit vielen Jahren ein wichtiger Pfeiler für die Sicherheit der Bevölkerung», sagt der Feuerwehrkommandant. Das Volk spielt dabei eine zentrale Rolle: «Wie alle Feuerwehren im Kanton Thurgau leben auch wir vom Engagement von Frauen und Männern, die sich neben Beruf, Familie und Freizeit freiwillig für die Sicherheit aller einsetzen.» Das System funktioniere nur, so Bösch, wenn sich immer wieder Menschen bereit erklären, Verantwortung zu übernehmen. So ist die «Nacht der offenen Tore» für die Amriswiler Feuerwehr auch eine Möglichkeit, Neumitglieder zu gewinnen: «Das Thema beschäftigt alle Feuerwehren im Kanton. Deshalb ist es umso wichtiger, der Bevölkerung einen authentischen Einblick in die Arbeit zu ermöglichen und zu zeigen, wie vielseitig und kameradschaftlich das Feuerwehrwesen ist.»
Einblicke in den Einsatzalltag
Die Gäste erwartet deshalb nicht nur ein Einblick in die Feuerwehrwache und deren Geräte, sondern auch in den Alltag. «Der Höhepunkt des Events sind drei realitätsnahe Einsatzdemonstrationen», verrät Andreas Bösch. So können die Besucherinnen und Besucher hautnah miterleben, wie die Amriswiler Feuerwehr einen Fahrzeugbrand löscht, eine Strassenrettung nach einem Verkehrsunfall durchführt und einen Gebäudebrand bekämpft. «Unsere Einsatzkräfte können so zeigen, wie moderne Feuerwehrarbeit heute funktioniert», sagt Bösch. Auch Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, durch einen Laufparcours oder Wassersübungen auf spielerische Weise die Feuerwehr kennen zu lernen.
Gemeinsam für die Feuerwehr
Für den Grossanlass am 14. August ist fast die gesamte Feuerwehr Amriswil im Einsatz. «Auch der Feuerwehrverein Amriswil und die Jugendfeuerwehr Oberthurgau unterstützten uns dabei, diesen Einblick in unser Tun ermöglichen zu können», sagt Andreas Bösch dankbar. «Meine zehn Jahre als Kommandant haben mich geprägt. Sie zeigen, dass eine zukunftsfähige Feuerwehr vom Nachwuchs und einer starken regionalen Verbundenheit lebt», sagt der Feuerwehrkommandant abschliessend.
