In der Schweiz zählen elektrische Geräte zu den Hauptverursachern von Haus- und Wohnungsbränden. Ob Tumbler, Bügeleisen oder Mehrfachstecker – diese Alltagshelfer können gefährlich werden, wenn sie alt, defekt oder unsachgemäss verwendet werden. Um Brände zu vermeiden, sollten einfache Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden.
Die häufigsten Brandverursacher
Laut einer Statistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) sind Kühlgeräte, Wäschetrockner und Mehrfachstecker die Spitzenreiter unter den brandverursachenden Elektrogeräten. Geschirrspüler und Waschmaschinen folgen dicht dahinter.
So schützen Sie sich: Die wichtigsten Tipps
1. Vermeiden Sie den Standby-Modus: Elektrische Geräte sollten vollständig ausgeschaltet und – wenn möglich – vom Netz getrennt werden.
2. Verhindern Sie Überlastung: Schliessen Sie nicht zu viele Geräte an eine Steckdose an, um Überhitzung zu vermeiden.
3. Regelmässige Inspektionen: Überprüfen Sie Geräte auf Verschleiss, beschädigte Kabel und andere Mängel. Lassen Sie defekte Geräte von Fachpersonen reparieren oder ersetzen Sie diese.
4. Freiraum schaffen: Stellen Sie sicher, dass Lüftungsgitter frei sind und sich keine brennbaren Materialien wie Vorhänge oder Zeitungen in der Nähe von Wärmequellen befinden.
5. Rauchmelder installieren: Ein Rauchmelder kann Brände frühzeitig erkennen. Ein Feuerlöscher und eine Löschdecke sollten immer griffbereit sein.
Anzeichen für mögliche Probleme
Werden Sicherungen wiederholt ausgelöst, flackert das Licht, oder riecht es verbrannt, sollten Sie sofort handeln. Ziehen Sie den Stecker des Geräts oder schalten Sie die Sicherung ab und lassen Sie das Gerät überprüfen. Eigenständige Reparaturen an elektrischen Anlagen sind lebensgefährlich und daher strikt zu vermeiden.
Vorsicht bei günstigen Elektrogeräten
Das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) warnt vor preisgünstigen Geräten von Online-Plattformen, die oft minderwertige Komponenten enthalten. Solche Geräte können bei längerem Betrieb unsicher werden. Achten Sie beim Kauf auf folgende Punkte:
• Schweizer Stecker
• Prüfzeichen wie das S+ des ESTI
• Verständliche Bedienungsanleitungen und erreichbarer Kundendienst
Verbot von ausländischen Steckern
In der Schweiz dürfen keine Elektrogeräte mit ausländischen Steckern, wie dem Schuko-Stecker, verkauft werden. Solche Steckverbindungen können Spannungsunfälle und Brände verursachen. Sollten Sie solche Geräte entdecken, melden Sie dies dem ESTI über deren Kontaktformular.
Für Ihre Sicherheit: Das ESTI-Prüfzeichen S+
Das S+ Prüfzeichen des ESTI steht für zusätzliche Sicherheit bei Elektrogeräten. Produkte mit diesem Zeichen erfüllen höhere Sicherheitsanforderungen als jene mit dem üblichen CE-Kennzeichen.
Mit diesen einfachen Massnahmen können Sie nicht nur Ihre Geräte sicher betreiben, sondern auch das Risiko eines Brandes deutlich reduzieren. (Quelle: ESTI)